OPERATION SNOWMAN

OPERATION SNOWMAN

Missioncharakter: POW-Befreiung
Ergebins: erfolgreich
Ort/Datum: Chernarus/ –
Missionsabend: 30.06.2018

In Chernarus ist ein Militärputsch im Gange, es herrscht Bürgerkrieg. Seit Wochen stehen regierungstreue Einheiten im Kampf mit Rebellen, die für einen Sturz der erst vor wenigen Jahren erstmals demokratisch gewählten Regierung kämpfen, um die Wiederanbindung an ein Groß-Russland zu erzwingen. Die Vereinten Nationen haben Militärbeobachter entsandt. Ein mehrköpfiges Beobachter-Team der UNO, unter der Führung des Österreichischen Generals Joseph Luns, wurde durch die Rebellen aufgebracht und gefangen genommen. Während einige Mitglieder der Beobachtergruppe im Austausch gegen Waffenlieferungen und hohe Lösegelder frei kamen, machten die Putschisten kein Geheimnis daraus, dass eine Freilassung des Generals nicht zur Diskussion stand und dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Propagandazwecken hingerichtet werden würde.

Gegen jedes internationale Abkommen, entsandte das SOCOM, auf direkte Weisung des US-Präsidenten Malcom Sanders, ein Team der Marine Raiders und der Army Ranger, um den UN-General und sein verbliebenes Team aus der Gefangenschaft des abtrünnigen chernarussischen Militärs zu befreien und außer Landes zu bringen.

Ein Tactical Element in Stärke 5 fand sich somit in den eisigen Gefilden von Chernarus wieder. Ein Einsatzplan von heißer Nadel gestrickt, das Einsatzgebiet hochgefährlich und komplett in Feindeshand, hochtrainierte russische Militäreinheiten als Gegner und mit einer persönlichen Einsatzausrüstung versehen, die nur bedingt für den Kampf in Schnee und Eis zu gebrauchen war. Es galt keine Zeit zu verlieren und so nahm man das enorme Risiko in Kauf, nach wenigen Schritten ein Raub feindlicher MG-Salven zu werden. Doch es sollte anders kommen.

Die Raiders (Kennung: Romeo One) gerieten während der Annährungsphase in ein, durch den Element Leader MGySgt Hollywood befohlenes und leider schlecht koordiniertes, Feuergefecht mit einer russischen Spezialeinheit. Das von beiden Einheiten jeweils ausschließlich mit schallgedämpften Waffen geführte Feuergefecht entschieden die Raiders letztlich nur mit Glück für sich. Dank der zwei SARCs von Romeo One konnten die Blessuren von verwundeten Kameraden rasch versorgt und die volle Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden. Die Auseinandersetzung blieb von weiteren Feindkräften unbemerkt und so gelang es den Raiders die Kontrolle über die Lage zurückzuerlangen.

Mit Hilfe der Briefing-Informationen war Romeo One in der Lage, innerhalb eines auf Basis von CIA-Erkenntnissen bestimmten Areals, eine nicht kartographierte Liegenschaft aufzuklären, die als Gefangenenlager der Putschisten diente.

Die Raiders machten sich daran ihren Zugriff auf das Lager auszuarbeiten. Die Liegenschaft wurde skizziert und alle erkannten Verteidigungselemente in Anzahl und Typ verzeichnet. Der Game-Plan von MGySgt Hollywood sah vor, mittels Sprengstoff einen alternativen Zugang durch eine, das Gelände umgebende, Betonmauer zu schaffen. Die Explosion sollte durch die Zerstörung eines am Hauptzugang des Lagers befindlichen Tank-LKWs verschleiert werden. Während das Ablenkungsmanöver am Haupttor, mittels M136 (AT 4) durchgeführt von Sgt Wussa, funktionierte, missglückte die Schaffung eines alternativen Zugangs durch die Sprengung eines Mauersegments.

Leben in der Lage: Dem Vorschlag von Sgt Dragon folgend, überquerten Hollywood, Lood und Wussa (Team Alpha) mittels menschlicher Leiter von Dragon und Tom (Team Bravo) die Lagermauer. Alpha begann umgehend den Sweep der angrenzenden Gebäude nach dem gesuchten UN-General. Team Bravo, welches jenseits der Lagermauern zurückgeblieben war, machte sich bereit, das Lager durch das Hauptzugangstor zu infiltrieren. Durch die Kampfhandlungen von Team Alpha, wendete sich die Masse der feindlichen Verteidigungskräfte dem Lagerinneren zu. Der eilig geschmiedete Plan der Raiders begann seine erhoffte Wirkung zu entfalten. Während die russischen Soldaten sich zunehmend dem Häuserkampf mit Team Alpha widmeten, fiel ihnen Team Bravo in den Rücken. Den Raiders gelang es auf diese Weise die zahlenmäßig überlegenen Feindkräfte vollständig aufzureiben. Leider, so sollte sich beim Durchsuchen des Lagers zeigen, kamen die Raiders zu spät. General Joseph Luns war wohl schon einige Zeit zuvor, gemeinsam mit den verbliebenen Mitgliedern seines Teams, erschossen worden. Die Marines fertigten Fotomaterial an und verließen mit Hilfe von erbeuteten LKWs, samt den getöteten UN-Beobachtern und einem gefallenen Teammitglied, das Einsatzgebiet zu einem Rendezvous-Punkt, von wo aus ein Exfil-Team der US Army Ranger die Evakuierung besorgte.

Während der Kampfhandlungen innerhalb des Gefangenenlagers, kam Sergeant David „Wussa“ Martinez durch feindliches Gewehrfeuer ums Leben. Die Operation wird bezüglich ihrer Durchführung, wenn auch keines der Leben des UN-Teams gerettet werden konnte, seitens des SOCOM als erfolgreich eingestuft. Der Zwischenfall und die gewonnen Erkenntnisse haben das Potential den Bürgerkrieg in Chernarus zu einem Konflikt auf internationaler Ebene ausufern zu lassen.