Coop-Mission „Mountain Thrust“

MOUNTAIN THRUST

Missioncharakter: Search and rescue
Ergebnis: erfolgreich
Ort/Datum: Afsher/Arobster, Lythium Province, Afghanistan / k.A.
Missionsabend: 09.03.2019

Ein „worst case-Szenario“ führte zu einer groß angelegten SAR-Operation. Eine C-130J Hercules war wenige Meilen nordöstlich der Air Base Kinduf in den afghanischen Bergen vom Radar verschwunden. Die Besatzung hatte kurz zuvor technische Probleme gemeldet. Die Maschine hatte, neben der 4 Mann Bordbesatzung, noch weitere 24 US-Soldaten an Bord sowie Ausrüstung und Munition für die vor Ort stationierten Truppen.

Neben einem SAR-Helikopter des AFSOC, welcher die an der Mission beteiligten Kräfte der 2nd Marine Raiders transportierte, waren zu Lande eine Einheit des 75th Ranger Regiments sowie Kräfte des Euro Corps an der Rettungsmission beteiligt.

Die Ranger meldeten, noch während sich der SAR-Heli und die gepanzerten Einheiten auf dem Anmarsch befanden, die Lokalisierung der Absturzstelle. Der Pilot hatte es wohl noch vermocht, die Transportmaschine in einem ausgetrockneten Flussbett zwischen den Ortschaften Afsher und Arobster notzulanden. Dabei hatte die Maschine schweren Schaden genommen und wie sich im Verlauf der Operation herausstellen sollte, waren dabei oder in der Folge rund die Hälfte der Menschen an Bord ums Leben gekommen. Heraneilende Zivilisten vermochten leider keine adäquate Erste Hilfe zu leisten. Sie gerieten vielmehr ins Kreuzfeuer der überlebenden, noch kampffähigen Soldaten und islamistischen Gotteskriegern, die ihrerseits sicherstellen wollten, dass kein Amerikaner lebend davon kommt.

Das Euro Corps hatte mit massiven technischen Problemen zu kämpfen und musste seine Beteiligung an der Operation bereits in der Annährungsphase einstellen. So kam es, dass die Ranger als einzig verfügbare Kräfte den ersten Angriffswellen der Insurgents standhalten mussten, um die Absturzstelle zu sichern. Die Marine Raiders hatten nämlich nach einem extrem harten Aufsetzen des SAR-Hubschraubers, beim Absetzmanöver unweit der Kampfzone, mehrere Verletzte zu beklagen. Zu allem Überfluss hatte auch der Hubschrauber dabei solch schweren Schaden genommen, dass er unverzüglich zurück in die Basis gebracht werden musste. An einen direkten Rücktransport der angeschlagenen Raider-Truppe war daher nicht zu denken.

Nachdem die SARCs der Marines ihr Bestes gaben, um Schlimmeres zu verhindern, zog man sich zu einem leerstehenden Fabrikgebäude unweit der LZ zurück, um von dort aus eine MedEvac vorzubereiten. Die Marine Raiders konnten aufgrund der Lage, die im Feuer des Feindes agierenden US Ranger, lediglich mit Distanzfeuer unterstützen. Sie hielten damit jedoch erfolgreich zahlreiche Feindkräfte, welche sich aus Nordosten der crash site nährten, davon ab, größeren Schaden anzurichten. Während schließlich sieben Marines ausgeflogen wurden, um ihre leichteren Verletzungen im Feldlazarett der Kinduf Airbase versorgen zu lassen, blieben Sgt Murphy und Sgt Maier als Marksman-Team zur weiteren Unterstützung der Ranger in der AO zurück. PO2 Angelopoulos konnte im Anschluss an die medizinsiche Versorgung im Feldlazarett glücklicherweise wieder alle Marines combat ready melden. Ein Blackhawk des AFSOC verbrachte die Raider zurück in die heiße Zone. Zwischenzeitlich hatte das AFSOC den Verlust eines ihrer Transporthelikopter über der AO zu beklagen. Die gesamte Besatzung kam bei einem Abschuss durch Insurgents ums Leben.

Die zwischenzeitlich in ihrer Kampfkraft stark dezimierten US Ranger, erhielten nun buchstäblich in letzter Minute die bitter benötigte Unterstützung. Den US Spezialkräften gelang es im Verlauf der Operation zahlreiche, gefallenen US Soldaten zu bergen und überlebende Kräfte zu sichern. Es wurden darüber hinaus auch zwei Zivilisten festgesetzt und ebenfalls in die Air Base Kinduf evakuiert. Mit Verlassen der AO wurde die C-130J und mit ihr sämtliche Munition und Ausrüstung an Bord gesprengt, um kein verwertbares Material in die Hände des Feindes geraten zu lassen.

Ein schwarzer Tag für das US-Militär. Die erfolgreich absolvierte Operation konnte jedoch eine noch größere Katastrophe verhindern.

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