Coop-Mission „Downfall“

OPERATION DOWNFALL

Missioncharakter: Direct Action
Ergebnis: erfolgreich
Ort/Datum: Borek, Polen / 28.08.2025
Missionsabend: 14.12.2019

Missionsreport von SSgt Dade Murphy (Element Leader):

Ein Team aus vier Raidern nahm an der etwa 5-stündigen Operation Downfall teil, neutralisierte im Verlauf der Mission etwa 30 Tangos und sicherte letztendlich durch einen riskanten Vorstoß den Erfolg der Operation.

Ziel der ersten Phase war die Kontaktaufnahme mit verbündeten Aufständischen im Niemandsland nahe der feind-besetzten Zone. Romeo und ein Team des 75th Ranger STB verlegten per Humvee ins Operations Gebiet. Nach einer initialen Aufklärung der Marines unter Einsatz eines RQ11-Raven UAV’s, rückten die Ranger mit ihren Fahrzeugen nährer an den Treffpunkt mit den Aufständischen. Auf Grund der geboten Eile bezog Romeo nicht wie geplant eine Stellung nahe am Ziel sondern nur ein Beobachtungsposten auf einer Anhöhe etwa 600 Meter entfernt. Noch während sich die Ranger zu Fuß dem Ziel nährten, entdeckte die Drohne mehrere LKWs mit feindlicher Infanterie auf den Zufahrtsstraßen. Eine Konfrontation mit russischen Kräften war also abzusehen. Kurz nach dem Eindringen der Ranger in den Zielkomple umstellten die aufgeklärten LKW sowie ein BTR das Gelände und eröffneten den Feuerkampf gegen die Aufständischen. Romeo konnte in dieser Phase lediglich durch vereinzeltes Präzisionsfeuer des Marksman und kontinuierliche Aufklärungsdaten unterstützen. Erst als es den Rangern gelang, die feindlichen Kräfte weitgehend zu neutralisieren, konnte ein Buddy Team der Raiders mit dem Humvee nach vorne verlegen, um den geretteten Informanten aufzunehmen und in Sicherheit zu bringen. Dabei erlitt der MG Gunner des Fahrzeugs, Sgt. Taylor, einen leichten Streifschuss am Arm, der umgehend durch den SARC behandelt werden konnte.

Nach der Rückverlegung aller Kräfte in die FOB wurde der Informant befragt und basierend auf seinen Informationen ein Gameplan für die zweite Phase der Operation ausgearbeitet. Ziel war diesmal die Gefangennahme oder Eliminierung russischer Generäle in einem Industriekomplex zum Zwecke der Informationsgewinnung. Während Romeo direkt mit der Aufklärung des Hauptziels beginnen sollte, planten die Ranger den Angriff auf ein weiter südlich gelegenes Kraftwerk, um die Stromversorgung zu kappen.

Ranger und Marines verlegten per HALO Sprung aus einem Blackhawk des AFSOC zu getrennten Landezonen. Als offensichtlich wurde, dass das Gelände einen überraschend guten Blick auf das südlich gelegene Kraftwerk erlaubte, teilte sich Romeo mit seinen zwei Buddy-Teams auf: Bravo sammelte per Fernglas und Raven-Drohne Aufklärungsdaten zum Kraftwerk, um den Angriff der Ranger zu unterstützen. Alpha verlegte zeitgleich, unter Ausnutzung des Geländes, Richtung Norden und begann wie geplant die Beobachtung des Hauptziels. Dabei wurden zwei russische Patrouillen (Stärke 4 und 5) auf nahe gelegenen Straßen entdeckt. Da diese Einheiten die Bewegungsfreiheit des Teams enorm einschränkten, entschied ich, mit beiden Buddy Teams einen Hinterhalt vorzubereiten. Die erste Patrouille konnte so innerhalb weniger Sekunden vollständig vernichtet werden. Die zweite änderte daraufhin zwar ihre Route, konnte aber ebenfalls ohne nennenswerten Widerstand eliminiert werden.

Leider stießen die Ranger währenddessen auf unerwarteten heftigen Widerstand am Kraftwerk und mussten schließlich zurück zur FOB verlegen. Nachdem auch ein zwischenzeitlich eingesetzter AH-64 Apache-Helikopter ebenfalls zur FOB zurückkehrte, blieb Romeo als einzige Einheit im Operationsgebiet zurück. Um weiteren Gefechten aus dem Weg zu gehen und Kontakt zum HQ herzustellen, zog sich Romeo von seiner Hinterhaltsposition tiefer in den Wald zurück. Nach Absprache mit dem HQ setzte Romeo die Aufklärung des Hauptziels fort, bis die Ranger wieder eingeflogen werden konnten. Trotz des technischen Ausfalls der Raven-Drohne gelang es ein umfassendes Lagebild zu erheben, bevor die Ranger sich zurück auf dem Weg in die AO befanden.

Um den bevorstehenden Angriff zu unterstützen wollte Romeo zu einer näher am Ziel gelegenen Position verlegen. Dabei war dem Team das Kampf-Glück hold: es stieß auf einen UAZ, dessen Besatzung nach einem Verkehrsunfall bereits stark angeschlagen war. Nach kurzem Feuergefecht konnten die Raiders das beschädigte aber funktionstüchtige, leicht gepanzerte und bewaffnete Fahrzeug erbeuten und damit zur geplanten Position verlegen. Was folgte war ein koordinierter Angriff aller Kräfte. Ein AH-64 Apache-Helikopter des AFSOC bekämpfte erst mehrere feindliche Kampfhelikopter und anschließend mehrere gepanzerte Ziele im direkten Umfeld des Zielkomplexes. Zeitgleich sickerten die Ranger in den Komplex ein und Romeo eröffnete das Feuer aus allen Rohren. Während Alpha den Feuerkampf mittels des eigenen MGs und Marksmanrifles führten, nutze Bravo das MG und den Granatwerfer des erbeuteten UAZ gegen den zahlenmäßig überlegenen Feind.

Zwar gelang es so, alle sichtbaren Feinde in und um den Komplex zu neutralisieren. Allerdings riss während des Feuerkampfs der Funkkontakt zu den Rangern ab. Nachdem auch der Apache zum Aufmunitionieren abgezogen war, blieb Romeo erneut ohne Unterstützung in der AO. Ein Rückzug wäre zwar aus taktischer Sicht problemlos möglich gewesen, stand aber aufgrund der geo-politischen Brisanz der Mission nicht zur Debatte. Romeo nutze also den erbeuteten UAZ, um die 600 Meter Freifläche zu überwinden und ebenfalls das Hauptziel anzugreifen.

Zwar waren von außen keine Feinde mehr sichtbar, dass verwinkelte Industriegebiet bot aber zahlreiche, nicht einsehbare Positionen, die versprengten Verteidigern einen erheblichen taktischen Vorteil verschafften. Der Plan, zur letzten bekannten Position der Ranger durchzubrechen, erwies sich leider vor Ort als nicht durchführbar. Stattdessen näherte sich Romeo zu Fuß dem Gebäude, dass als vermeintliches HQ identifiziert wurde. Wie erwartet kam es zu mehreren Schusswechseln mit versprengten Gegner, bei denen zwei Marines verletzt wurden. Beim Betreten des Zielgebäudes leistete der Feind erbitterten Widerstand: zwei Gegner nahmen den einzigen, schmalen Eingang aus überlegener, gedeckter Position unter Feuer. Die Raiders konnten das Gebäude zwar einnehmen, dabei wurden allerdings zwei russische Generäle getötet und Sgt. Taylor schwer verwundet. Sgt. Maier, als einziger weitgehend unverletzt, nahm in dieser Situation zuerst einen überlebenden General in Gewahrsam und sicherte dann den einzigen Zugang zum Gebäude. Unter dieser Sicherung konnten der SARC, PO2 Angelopoulos, und ich, zuerst unsere eigenen Wunden versorgen und dann mit der Versorgung von Sgt. Taylor beginnen. Etwa zeitgleich meldete sich ein Blackhawk des AFSOC im Funk. Zwar war sein Eintreffen in der AO eine gute Nachricht, der Pilot bestätigte aber auch den Totalausfall der Ranger. Noch während der Blackhawk einen PJ per Fallschirm absetzte, gelang dem SARC die Stabilisierung von Sgt. Taylor, der sein Bewusstsein wiedererlangte. Aufgrund der schwere seiner Verletzung war trotzdem eine sofortige Evakuierung angezeigt. Deshalb, und da der Großteil des Komplexes weiterhin nicht gesichert war, konnten die Leichen der Ranger leider nicht geborgen werden. Romeo nutzte erneut den erbeuten UAZ, um sich mit dem gefangengenommen General und dem PJ des AFSOC zügig zu einer sicheren Landezone zurückzuziehen, wo der Blackhawk letztlich alle Kräfte aufnahm und zurück zur FOB transportierte.

Da ein General gefangen genommen wurde, zwei weitere getötet und das HQ nach Intel durchsucht wurde, ist die Mission als Erfolg zu werten, auch wenn der Preis dafür sehr hoch war.

Briefing/OPORD: OP Downfall
Mitteilungsschreiben: Verleihung der Joint Service Commendation Medal