TEAMGESCHICHTE

G22b

 

Seinerzeit noch unter ArmA: Armed Assault gründeten die Spieler „Raptor“ und „Hollywood“ (Foto v.r.) im Jahre 2009 eine erste Teamkonstellation unter dem Dach des ehemaligen Multi-Gaming-Vereins Tactical E-Sport Society e.V., Tag [TES]. Nach dessen Auflösung im Sommer 2012 ersann man ein neues eigenständiges Projekt unter dem Namen 2nd Force Reconnaissance (kurz: 2nd FoRecon). Ziel des Projekts, Gründungsdatum 20. Mai 2013, war und ist es, innerhalb der Sim-Welt von ArmA eine überschaubare Anzahl an Mitgliedern zu einer funktionierenden, harmonierenden und schlagkräftigen Einheit zu formen. Man vermied bewusst das Wort Clan, da diese Bezeichnung nicht wirklich zur Gründungsidee passte. Das Wort Team schien es von Anfang an besser zu beschreiben und so ist es bis heute.
Der Name 2nd Force Reconnaissance war einer Spezialeinheit des United States Marine Corps entliehen. Ihr Aufgabenprofil deckte sich weitestgehend mit dem von uns in den Jahren 2013-2015 simulierten Spektrum an Fähigkeiten. Mit der Erweiterung unserer Planstellen und den damit einhergehenden Veränderungen in der Teamkonstellation, passten wir uns den in den Force Recon-Einheiten seit 2006 stattgefundenen Veränderungen an. Ehemalige Soldaten der Force Reconnaissance dienen heute im neu konstituierten Marine Raider Regiment (MRR, ehemals MSOR) des MARSOC.

Das MARSOC unterscheidet sich von der heutigen USMC Recon wie folgt: „MARSOC conducts missions by direction of the SOCOM Commander. These missions are normally conducted in irregular and unconventional settings. MARSOC Marines receive additional training with Special Operations Equipment and Tactics in order to fulfill these missions. USMC Recon conducts missions as part of the MAGTF (Marine Air-Ground Task Force) in support of conventional operations.“ (marsoc.com)

Die Transformation von einer Force Reconnaissance Unit zum Marine Special Operations Team wurde im November 2015 abgeschlossen. Nach der offiziellen Einführung der neuen Teamstruktur am 22. November 2015, benannte sich die 2nd Force Reconnaissance am 11. Januar 2016 in letzter Konsequenz in 2nd Marine Raiders um und simuliert fortan ein Marine Special Operations Team (MSOT) des MARSOC, innerhalb eines fiktiven vierten Bataillons des Marine Raider Regiments. Wir wählten ein fiktives Konstrukt, um einen respektvollen Umgang mit den realen Kräften und deren fordernden Aufgaben zu wahren.

Seit dem Spätsommer 2016 machte sich der Mitgliederschwund in der deutschen ArmA-Szene leider auch zunehmend in unserer Einheit bemerkbar. Andere Spieletitel hatten Sim-Fans abgeworben. Schnelle, kurzweilige Partien anderer Art ließen die Begeisterung für ArmA zunehmend schwinden. In unserem Team trugen zudem auch verschiedenste Real Life-Entwicklungen dazu bei, dass verdiente Mitstreiter nicht mehr die nötige Zeit in Training und Missionsbewältigung investieren konnten. Die Art und Weise, wie wir ArmA als Simulation auslegen, macht jedoch ein hohes Maß an Eigenengagement unabdingbar und so reduzierte sich unser Kader um den Jahreswechsel 2016/2017 zusehends. „Hollywood“, als letztes verbliebenes Gründungsmitglied, sowie die Teamkollegen „Sebi“ und „Lood“ stellten sich schließlich die existenzielle Frage: Weitermachen? Und wenn ja, wie?

Die stark reduzierte Mannstärke machte es der Einheit quasi unmöglich weiterhin komplexe Einsatzszenarien zu bestreiten. Sehr wohl konnte die Truppe aber noch einen wertvollen Beitrag im Rahmen von Joint Operations erbringen und so wurde die 2R im März 2017 wieder ein aktives Mitglied der ArmA Warfare Coorperation. Seither leisten die Marine Raiders hier ihren Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung in Kampagnenmissionen unterschiedlichster Art. „Hollywood“, „Sebi“ und „Lood“ stellen seit dem Frühjahr 2017 das Headquarter (HQ) der 2nd Marine Raiders. Langsam aber stetig konnte die Mannschaftstärke wieder ausgebaut werden und die Einheit erlangte ihr volles Spektrum an Operationsbefähigungen zurück. Seinen Grundsätzen treu bleibend, machte das Team bei der Mitgliedersuche, auch in organisatorisch angespannten Phasen, keine Abstriche bei den benötigten Qualitäten neuer Mitstreiter. Anwärter kamen und viele gingen. Die die blieben, taten dies, weil sie bei der 2R eben das fanden, wonach sie lange oftmals vergeblich gesucht hatten. Spaß am Spiel bei gleichzeitig hohen Ansprüchen an das Engagement jedes Einzelnen. Abwechslung in Training und Mission. Ein ausgeprägter Teamgeist. Eine kleine, überschaubare Truppe in der ein jeder Operator eine wichtige Funktion erfüllt.